Familienbad Sennfeld

Ziegelhütte 2

97526 Sennfeld

 

Telefon: 09721 68383
Telefax: 09721 3880913

E-Mail: familienbad@sennfeld.de

 

Organisationsaufbau Familienbad Sennfeld

 

 

Haben Sie Wünsche und Anregungen?
Dann schicken Sie uns doch bitte eine e-mail.

Stellungnahme der Gemeinde Sennfeld als Badbetreiber zu den Wünschen, Anregungen, Verbesserungsvorschlägen, Beschwerden etc. von Badegästen
(nachfolgend wird zunächst in Anführungszeichen der Wortlaut der von den verschiedenen Badegästen vorgetragenen Äußerungen und Mitteilungen angeführt. Darunter erfolgt dann in Kursiv- und Fettschrift die jeweilige Stellungnahme der Gemeindeverwaltung)

1.1
„Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Bad. Der Innenbereich gefällt uns sehr gut. Doch leider dauert es mir zu lange, wenn ich mit zwei Kindern zum Duschen gehe. Ich finde, für dieses schöne Schwimmbad gibt es zu wenige Duschen. Auch fehlt es an Abstellmöglichkeiten für die Badetaschen oder Handtücher im Duschraum.“

1.2
Die Umbaumaßnahme am alten Hallenbad zu einem zeitgemäßen, attraktiven Familienbad konnte aus Kostengründen leider nicht auf alle Räumlichkeiten des Bads erstreckt werden. Deshalb erfolgte an dem Altbestand des Umkleide-,Toiletten- und Duschbereichs keine wesentliche bauliche Veränderung, zumal der Umkleidetrakt erst vor wenigen Jahren neu gestaltet wurde und auch die Duschkapazitäten nach den Richtlinien des Bäderfachverbands in einem angemessenen Verhältnis zur Größenordnung des Bades stehen. Der Bauhof wurde bereits mit dem Einbau weiterer Ablagemöglichkeiten im Duschbereich beauftragt. Dies wird voraussichtlich im Herbst erfolgen, wenn die notwendigen Personalkapazitäten hierfür im Bauhof frei sind.


2.1
„Alles wunderbar, nur dem Schwimmlehrer fehlt ein Mikrofon. Wenn Sie die Ausgabe für ein Mikrofon noch aufbringen könnten, wären wir Ihnen sehr dankbar.“

2.2
Selbstverständlich gibt es eine Vielzahl von Wünschen und Anregungen, was man alles noch für das Bad anschaffen könnte. In Zeiten angespannter kommunaler Haushaltslage sind jedoch auch in Sennfeld Prioritäten hinsichtlich der Dringlichkeit von Anschaffungen zu setzen. Es darf dabei nicht vergessen werden, dass auch der Umbau letztendlich dem Ziel dient, das wirtschaftliche Jahresergebnis im Vergleich zu der Situation vor dem Umbau zu verbessern. Dennoch hatten wir noch genügend „Luft“, eine solche Anlage anzuschaffen.


3.1
„Könnte man bei der Verteilung der Kabinen etwas acht geben, das die der Familien zusammen liegen, wir hatten die Kabinen Nr. 1 und Nr. 64?“

3.2
Solchen Wünschen kann und wird man grundsätzlich folgen, wenn entsprechende Freikapazitäten vorhanden sind. Es kann jedoch auch die Situation auftreten, dass an belegungsstarken Tagen benachbarte Schränke bereits belegt sind und eine gewünschte Zusammenlegung daher leider nicht möglich ist.

4.1
„Im Dampfbad wäre ein etwas gedämpfteres Licht angenehmer, dadurch wäre eine angenehmere Entspannung gewährleistet.“

4.2
Die Dampfkabine als solche ist TÜV-geprüft und unterliegt nur in der vom Hersteller eingebauten Variante dem Gewährleistungsanspruch und den allgemeinen Unfallverhütungs- und Sicherheitsvorschriften. Individuelle Veränderungen würden dies in Frage stellen und sind daher nicht möglich.

5.1
„Bitte wieder einen Eisautomaten im Foyer aufstellen. Er würde gut zwischen die Damen- und Herrentoiletten passen.“

5.2
Es ist durchaus möglich, während der Öffnungszeiten auch im Foyer des Familienbads von den Servicekräften Eis zu kaufen. Daher ist die Anschaffung eines Eisautomaten nicht notwendig, zumal eine Eisausgabe auch außerhalb der Öffnungs-/Betriebszeiten auch im Hinblick auf hygienische Gründe und die Sicherstellung der Ordnung im Bad nicht gewünscht ist.

6.1
„Den Warmbadezuschlag von 1 Euro für Saunabesucher mit Schwimmbadbenutzung zusätzlich zur 10er-Karte (65 Euro Kombikarte) finde ich nicht gerechtfertigt, da diese ja meist nur ein paar Runden danach schwimmen. So würde mir eine 10er-Karte inkl. Zuschlägen (Donnerstags) insgesamt 75 Euro kosten. Das finde ich einfach überteuert.“

6.2
Bei den grundsätzlichen Planungen der Tarife kann nicht davon ausgegangen werden, wie und in welcher Weise einzelne Saunabesucher ihre Kombikarte tatsächlich nutzen. Ausgangspunkt der Überlegungen muss grundsätzlich das Angebot an sich sein. Und danach ist es dem „Kombinationsgast“ erlaubt, neben der Sauna das Bad und alle damit verbundene Infrastruktur wie Dampfbad, Cafeteria etc. ohne Zeitbeschränkung aufzusuchen. Am Warmbadetag selbst kommt grundsätzlich - wie bei allen anderen Tarifen – der Zuschlag dazu, mit dem diese Sonderleistung vom Badegast vergütet wird.
Gleichwohl werden wir die einmal festgelegten Tarife immer wieder auf den Prüfstand nehmen und dahingehend prüfen, ob die Tarifgestaltung noch mit der allgemeinen Nachfragesituation konform läuft. Individuelle Einzelaspekte können dabei aber nur Berücksichtigung finden, wenn sie in einem gewissen Grad repräsentativ sind.

7.1
„Von den zur Verfügung gestellten Liegestühlen gibt es zu wenige, daher sind sie ständig belegt. Könnten Sie bitte für mehr Stühle bzw. Sitzgelegenheiten sorgen? Die Gestaltung des Hallenbades finde ich ansonsten sehr gut gelungen.“

7.2
Wir haben auf diese Situation bereits reagiert und inzwischen weitere Liegestühle angeschafft.

8.1
„Die ‚Happy Hour’ finde ich zu kurz und zu teuer. 2 Stunden Badezeit für 1,80 € wären eher ok, besonders wenn man von außerhalb extra dafür nach Sennfeld fährt.“

8.2
Die ‚Happy Hour’ wurde vor allem vor dem Hintergrund eingeführt, für Sportschwimmer (deren Interesse vornehmlich darauf gerichtet ist, ihr Pensum an Bahnen zu schwimmen) ein Zeitfenster zu einem dem Nutzzweck angemessenen Preis anzubieten. Die Gesamtstruktur der Tarife ist danach ausgelegt, das Jahresergebnis des Familienbads in einem bestimmten wirtschaftlichen Zielfenster zu halten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass ohnehin mit einem Jahresdefizit gerechnet werden muss. Jeder weitere Wunsch nach Vergünstigung würde demnach dem Ziel zuwiderlaufen, das Defizit im angestrebten Rahmen zu halten. Legt man das erwartete Defizit zugrunde und verteilt es auf die erwartete Jahresbesucherzahl, wird erkennbar, dass wir bei dem aktuellen Preisgefüge im Durchschnitt bereits voraussichtlich jeden Besuch eines Badegastes bzw. dessen Eintrittspreis mit ca. 35 EUROCENT „subventionieren“.

9.1
„Es gibt zu wenig Kabinenschlüssel in Ihrem Bad“

9.2
Wir mussten leider die schmerzliche Erfahrung machen, dass viele Badegäste ihren Schlüssel beim Verlassen des Bades nicht mehr an der Kasse abgeben. Durch die Doppelfunktion der Hallenbadbediensteten als Kassen- wie auch als Servicekräfte ist eine lückenlose „Ausgangskontrolle“ nicht möglich. Dadurch sind wir in besonderem Maße darauf angewiesen, dass die Badegäste ihren Schlüssel beim Verlassen des Bades abgeben. Selbstverständlich kann es jedem Badegast einmal passieren, dass er es im „Eifer des Gefechtes“ vergisst, den Schlüssel abzugeben. Es fehlt uns allerdings das Verständnis dafür, dass er den Schlüssel nicht mehr im Bad abgibt, wenn er z.B. zu Hause beim Auspacken der Badetasche feststellt, dass er noch den Schlüssel hat. Dadurch hatten wir im ersten Vierteljahr seit Wiedereröffnung insgesamt einen Verlust von 55 (!) Schlüsseln zu verzeichnen, was die Belegungskapazität an Umkleideschränken natürlich empfindlich einschränkt. Der Austausch eines Schlosses im Umkleideschrank kostet ca. 25,00 €, was letztendlich dazu führt, dass die Schlüsselverluste ein Schadensausmaß von ca. 1.375,00 € (!) angenommen haben. Tendenziell trägt dies über kurz oder lang zu Tariferhöhungen bei. Die Gemeinde reagiert auf dieses Phänomen mit der sukzessiven Umrüstung auf Pfandschlossysteme.

10.1
Ihr Bewegungsbad finde ich in Ordnung, allerdings für einige Senioren zu teuer. Mein Vorschlag: Für die Zeit von 8:50 Uhr bis 10 Uhr eine 10er-Karte für 35 Euro.“

10.2
Die 10er-Karte für die Wassergymnastik kostet aktuell 48,00 €. Da sie ausschließlich am Warmbadetag stattfindet ist hier zu beachten, dass der deutlich höhere Energieaufwand in der Preisgestaltung seine Berücksichtigung finden muss. Letztendlich übersteigen die 4,80 € je Einzelveranstaltung den normalen Warmbadetarif um nur 80 Cent. Dem steht eine Sonderleistung dahingehend gegenüber, dass mit dem Einsatz von geschultem Fachpersonal eine Stunde lang ein kompetentes und gesundheitsförderndes Programm unter Einsatz von Hilfsmitteln gestaltet und angeboten wird.
Es darf auch nicht vergessen werden, dass die Entgeltstruktur in ihrer Gesamtheit darauf abzielt, das Jahresergebnis auf einem vertretbaren Defizit-Niveau „einzufrieren“. Es darf dabei nicht unberücksichtigt bleiben, dass die aktuelle Entgeltstruktur bei Erreichen des angestrebten jährlichen Besucheraufkommens immer noch dazu führt, dass letztendlich jeder Eintritt im Durchschnitt mit ca. 35 EUROCENT „subventioniert“ wird.

11.1
„Sehr schönes Bad, nur einen Wunsch:

Für Mütter bzw. Väter mit Kleinkind wäre ein Stundentarif wünschenswert, da dieser nicht länger als 1 bis 2 Stunden bleiben können.“

11.2
Um die finanzielle Leistungskraft der Gemeinde nicht über Gebühr zu strapazieren, konnten einige durchaus wünschenswerte Investitionen, wie zum Beispiel die einer elektronischen Zeiterfassungs- und Ausgangskontrolle zunächst nicht realisiert werden. Solange diese technischen Vorkehrungen nicht installiert sind, ist in der Praxis keine effektive Kontrolle der Verweildauer organisatorisch umsetzbar.
Diese Gründe führten letztendlich dazu, dass bis auf weiteres nur ein Konzept abgeboten werden kann, welches auf eine unbefristete Badnutzung abstellt.

12.1
„Könnte man die Großeltern mit in den Familientarif einbeziehen?“

12.2
Auf die vielfachen Wünsche und Anregungen zur Vergünstigung von Tarifen oder zur Ausweitung von Vergünstigungen kann die Gemeinde letztendlich nur dann eingehen, wenn das gesamtwirtschaftliche Konzept damit nicht in Frage gestellt wird. Mit der aktuellen Tarifgestaltung verfolgt die Gemeinde das Ziel, das Jahresdefizit auf einem noch vertretbaren Niveau zu halten. Jeder weitergehenden Vergünstigung müsste an anderer Stelle eine Einsparung oder anderweitige Maßnahme zur Einnahmeerhöhung gegenüberstehen, um die Erreichung dieses Ziels weiterhin zu gewährleisten.
Es darf dabei nicht unberücksichtigt bleiben, dass die aktuelle Entgeltstruktur bei Erreichen des angestrebten jährlichen Besucheraufkommens immer noch dazu führt, dass letztendlich jeder Eintritt im Durchschnitt mit ca. 35 EUROCENT „subventioniert“ wird. Wir werden zunächst das Besucheraufkommen des ersten Betriebsjahres feststellen müssen, um letztendlich konkret über die Möglichkeiten von Tarifänderungen entscheiden zu können.

13.1
„Die Rutsche ist zu kurz und zu hell, Ansonsten sollte die Ampel, die Kameras und Lichtschranken weg. Ein Außenbecken, ein Sprungturm und mehr Becken wären mein Verbesserungsvorschlag.“

13.2
Aus Sicherheitsgründen und Aspekten der Unfallverhütung unterliegt der Betrieb einer Wasserrutsche natürlich verschiedenen gesetzlich vorgeschriebenen und auch sinnvollen Bestimmungen. Diese sollte nicht als Einschränkung verstanden werden, sondern als sinnvoller (Unfall-)Schutz für jeden Benutzer der Rutsche. Ohne Regeln geht es halt auch hier nicht!
Die Wünsche nach einem Außenbecken, Springturm etc. scheitern nicht nur an finanziellen Aspekten, sondern auch an räumlichen Kapazitäten. Gerne verweisen wir in diesem Zusammenhang auf unsere schöne Naturbadeanlage am Sennfelder See, die in den Sommermonaten vergnüglichen Badespaß im Freien garantiert.

14.1
„Ein Kind mit 12 Jahren sollte noch zur Familienkarte gehören, da man erst ab 14 als Jugendlicher gilt.“

14.2
Die Überlegungen zur Tarifgestaltung der Familienkarte wurden nicht in erster Linie an formalgesetzlichen oder hergebrachten Altersgrenzen für die Unterscheidung Kind/Jugendlicher/Erwachsener ausgerichtet, sondern danach, wie nach allgemeiner Lebenserfahrung typischerweise eine „junge Familie“ aussieht, die das Bad aufsucht. Daneben gibt es z.B. für 14jährige noch einen besonderen Jugendlichentarif. Auch diese Tarifgestaltung muss in ihrer Gesamtheit im Kontext zum wirtschaftlichen Ziel gesehen werden. Wir verweisen dabei auf die Äußerungen unter Punkt 12.2.

15.1
„Die Decke im Dampfbad sollte im Zentrum etwas tiefer sein, damit das Dampfwasser dort und nicht überall heruntertropft.“

15.2
Die Umformung der Deckengestaltung würde unter Umständen für einen etwas konzentrischeren Abfluss von Kondenswasser sorgen, steht aber vom Aufwand her außer Verhältnis zum damit verbundenen Erfolg, zumal in einer Dampkabine nu einmal mit Tropfwasser gerechnet werden muss. .Im Übrigen verweisen wir auf die Stellungnahme in Ziffer 4.2.

16.1
„Ich möchte, dass das Hallenbad noch sehr lange so schön (cool) bleibt!“

16.2
Vielen Dank! Wir freuen uns, dass die erfreulichen Aspekte unserer Umgestaltung auf diesem Wege auch einmal gewürdigt werden.

17.1
„Bitte auch kleine Milcheis wie z. B. Mini-Milk für die Kinder, die kein Wassereis mögen, anbieten!“

17.2
Auf diesen Vorschlag gehen wir gerne ein und werden mit unserem Eislieferanten die entsprechende Ausweitung des Lieferumfangs aushandeln. Wir sind besonders für solche Anregungen besonders dankbar, da sie eine Hilfe sind, konkret auf Wünsche unserer Badegäste zu reagieren.
Wir bitten aber um Verständnis, dass wir das Speiseangebot auf Dauer auch danach ausrichten müssen, ob es der allgemeinen, repräsentativen Nachfrage entspricht.

18.1
„Bitte deutliche Schilder mit Hinweis auf Verbrennungsgefahr bei den Solarliegen im abgegrenzten Bereich anbringen.“

18.2
Der Hersteller der Leuchten für die Solarwiese hat die verbindliche Versicherung als Hersteller abgegeben, dass die Strahlungsleistung der Infrarot- und UV-Lampen so gering ist, dass eine Hautverbrennung in keinem Fall zu befürchten wäre. Dennoch haben wir zur absoluten Sicherheit diesen Vorschlag aufgegriffen und entsprechende Hinweisschilder angebracht, wonach (je nach Hauttyp) eine begrenzte Liegezeit empfohlen wird.
Die Einhaltung dieser zeitlichen Empfehlung hat vor allem auch dem Vorteil, dass die Solarwiese nicht durch „Dauerlieger“ unangemessen lang „blockiert“ wird und durch einen vernünftigen Wechsel auch andere Badegäste die Gelegenheit erhalten, die Solarwiese zu nutzen.